Einfach klein

Mehr Platz – oder weniger Zeug?!

Es war mal wieder soweit im Hause Karate, wir haben aufgeräumt ;-) Also so richtig, mit saugen und putzen und tütenweise Müll runterbringen und so.
Was da alles zusammen kommt, ist manchmal wirklich erstaunlich.
Um so erfreulicher ist dann meist das Ergebnis, dass die Zimmer plötzlich so groß wirken und man nirgends gegen stößt oder drauf tritt beim Laufen.
Ich habe dann wieder mal darüber nachgedacht, welche Illusion es eigentlich ist, dass man meint, immer mehr und mehr Platz zu brauchen. Aber stimmt das wirklich? Mehr Platz, wofür? Für noch mehr Zeug?
Ich gebe zu, wir haben auch dieses Mal wieder viel ausgemistet. Unsere eigenen Sachen, aber auch viel von den Kindern. Wir haben da zwei Exemplare, die was die Bereitschaft zur Trennung von Gegenständen sehr unterschiedlich sind. Eine kann das schon ganz gut, wägt wirklich ab, brauch ich das noch? Habe ich das überhaupt jemals benutzt? Und entscheidet dann, ob es weg kann. Die andere würde, wenn es nach ihr ginge, wirklich alles, alles, A L L E S  aufheben. Alles! Also auch gesammelte Stöcker, zu klein gewordene löchrige Socken, kaputtes Spielzeug, Papierschnipsel, die drölfzighundertste Ü-Ei Figur. Das Problem daran ist: der Platz ist begrenzt.
Und der Minimalist in mir schreit und weint, wenn überall und immer so viel Zeug und Krusch rumliegt. Ich hab es gern ordentlich, auch wenn ich nicht sooo der Profi im aufräumen bin (ich höre den Herrn Karate grade laut lachen..).
Die Bastelmutti in mir allerdings denkt sich- och, daraus könnte man doch noch was basteln… Es ist schwierig. Vor allem, weil ich es auch fies finde, einfach Zeug von den Kindern wegzuschmeißen. Auch wenn sie es wirklich NIE benutzen, und NIE danach fragen. Es ist ihres. Ich hab auch Sachen in Schubladen rumliegen, die ich Monate nicht nutze und dann plötzlich doch dringend brauche. Wäre das scheiße, wenn mein Mann die heimlich weg geworfen hätte in der Zwischenzeit.
Also, was machen wir?
Erstens, wir fangen bei UNS an. Ich habe diese Woche ganz viel in der Küche aussortiert. Plätzchenformen, Blumenübertöpfe, Teelichthalter, leere kleine Flaschen (och aber die könnte man doch so schön als Blumenvase… Nein! Weg damit!) und so weiter. Da kam einiges zusammen.
Zweitens, bei Kinderklamotten frage ich nicht mehr. Also ich habe T-Shirts aus den Schubladen geholt, die da seit ungelogen 2 Jahren drin lagen. Wenn ich die Kinder jetzt fragen würde, wäre das mit Sicherheit “mein aller aller liebstes Lieblings T-Shirt auf der ganzen Welt!”
Die wurden jetzt aussortiert und kommen in die Kleiderkammer des Vereins Moabit hilft. Ebenso das Mützen und Schal Fach. Ganz ehrlich, kein Kind braucht 10 Schals und Tücher. Und ebenso haben meine Kinder jeweils nur einen Kopf für eine Mütze. Ich habe jetzt glaube ich pro Kind 3 aufgehoben. Und 10 weggegeben.
Drittens, Spielzeug. Uuuuh, ganz wunder Punkt.Nachdem wir einmal ein Kuscheltier heimlich entsorgt hatten, was unbespielt in der Ecke lag und plötzlich nach Monaten ein riesen Drama hervorrief, weil es eben weg war, schmeißen wir davon nix weg ohne Absprache.
Wir reden wirklich viel mit den Kindern und erklären immer und immer wieder, dass die Sachen, die nur rumliegen und nicht benutzt werden, doch verkauft werden können. “Von dem Geld könnt ihr euch was anderes kaufen” ist hier mittlerweile ein super Argument. Das verstehen die Kinder auch beide schon einigermaßen. So wird jetzt zum Beispiel die Ritterburg, die es zu Weihnachten gab, verkauft, weil sie eben doch nicht bespielt wird und nur im Weg rumsteht.
Von Spielzeugfrei sind wir weit entfernt, aber wir versuchen es zumindest etwas zu reduzieren. Denn die Kinder brauchen es nicht. Sie spielen fast nur mit uns (Rollenspiele, Pferdchen), malen, basteln, toben oder sind draußen unterwegs.

Aus unserem Plan, heute auf dem Flohmarkt “nur die Jacken, kein Spielzeug!” zu kaufen, wurde nur teilweise was :-) Jacken haben wir, Spielzeug auch.. Die Große kaufte sich vom Taschengeld ein plüschiges, Batterie betriebenes Eulen(?)ähnliches sprechendes und blinkendes Getier, die Kleine bekam sehnlichst gewünschte Rollschuhe <3
Nun ja, so ist das, wenn du mit so zwei ziemlich gut selbstbestimmten Kindern zusammenlebst, musste dich irgendwie einigen und arrangieren mit den Hasen (und Eulen, und Rollschuhen)…

Ich finde jedenfalls, es ist ein total befreiendes Gefühl, wieder Platz zu haben. Obwohl wir ja eigentlich nicht mehr Patz bekommen haben, sondern einfach weniger Zeug! Na ihr wisst schon, was ich meine.. Aber dieser Anblick von freier Fläche, seufz. Schon schön oder?

Wohnzimmer Dielen

In den nächsten Wochen plane ich, mal hier zu Hause ein paar Bilder zu machen und euch zum Beispiel unser supercooles Hochbett zu zeigen! Allerdings wird vorher noch n bisschen mehr ausgemistet!
Achso, fast vergessen: ich habe das Buch “Magic cleaning” von Marie Kondo gelesen und fand es wirklich gut und hilfreich! Wie gesagt, ich bin auch eher ein Sachen-Aufheber und Kann-man-doch-noch-gebrauchen Typ, aber gleichzeitig mag ich es ordentlich, minimalistisch, “leer” und frei. Ganz fiese Kombination! Aber das Buch kann ich wirklich empfehlen, wenn ihr Lust habt berichte ich mal genauer darüber!
Tja, und was wäre mein Blog ohne ein passendes Lettering zum Thema? Richtig, langweilig ;-)
Deshalb hier für euch das Motto des Tages in Schönschrift und mit Link zum Instagram-Account:

More space less stuff (2)

 

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